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Hello Moment - Atme und lächle, denn glücklich steht dir gut!

Wow - Urlaub rum, lange nichts geschrieben und ganz viel Material im Rückreisegepäck. Ich bin gut erholt und froh, wieder starten zu können. Gut 4 Wochen bin ich durch die Gegend getingelt, war mit lieben Freunden unterwegs, mit denen man einfach mal durchdrehen kann, so sein kann, wie man ist und gemeinsam interessante, freakige, liebenswerte Bekanntschaften macht oder neue Musik für sich entdeckt, wie Moop Mama, tolle Band.


Neben ganz viel Yoga und Lauftraining, habe ich ganz viel Sonne getankt und zum Urlaubsabschluss landete ich auf dem Bauernhof meines Herzens. Hier konnte ich die Seele baumeln lassen, Energie tanken, in der Natur sein und meine Gedanken sortieren. Ich habe mir sogar die meisten meiner Gedanken aufgeschrieben. Das klingt erst mal absurd, aber war sehr heilend. Das gab mir die Möglichkeit aktiv an meiner Gedanken- und Gefühlswelt zu arbeiten. Ich tippte also eifrig meine Gedanken in mein Handy. Das sah natürlich so aus, als wäre ich ein klassischer Fall für die Smartphone-Entzugsklinik, aber der Eindruck täuscht....oder nur ein bisschen :o)

Ich führe mal ein paar meiner Gedanken auf:


  1. "Ein lächeln würde der Dame sehr gut stehen, warum ist sie so traurig?"

  2. "Brummiger Typ"

  3. "Hach, ein schöner Mann und der lächelt mich immer so schön an"

  4. "Susi, was soll denn dein Mann denken..."

  5. "Komische Energie hier, was ‘n jetzt los?"

  6. "Ach, da schau her, die kann ja auch nett sein...."

  7. "Aijaijaijai, ist das schöööön hier"

  8. "Was ist los? Schüchtern? Warum? Wirke ich so kompliziert?"

  9. "Ich hab bestimmt wieder komisch geschaut…."


Ohne auf jede einzelne Situation genauer einzugehen, habe ich gelernt, dass die meisten meiner Gedanken Impulse sind, ein Gefühl, dass in Situationen oder bei Begegnungen ausgelöst wird und sofort einen Gedanken hervorruft. Das Ganze ist, grob beschrieben, beeinflusst von der eigenen Stimmung und natürlich auch davon, wie empfänglich man für Schwingungen unterschiedlichster Art ist. Ich würde mich als sehr sensibel beschreiben, deshalb sauge ich Schwingungen auf wie ein Schwamm. Und je nachdem wie meine Tagesform ist, hat das unterschiedliche Auswirkungen. Ich gehöre ganz klar zu den Menschen, die ständig denken sie hätten komische Gefühle und bilden sich alles nur ein. Hinterher ärgere ich mich ganz oft darüber, dass ich meinem Gefühl nicht getraut habe. Kennt ihr das auch?


Jedenfalls habe ich mich so bewusst noch nicht mit meiner Gedanken-/Gefühlswelt auseinandergesetzt, es sei denn ich habe PMS, da wird es mir ja quasi aufgezwungen. Mein "Experiment" hat mir gezeigt, dass ich meinen Gefühlen ruhig trauen darf, dass ich mir nicht immer was einbilde und mir niemand was Böses möchte. Wie komme ich zu dieser Erkenntnis?


Ganz einfach, ich habe mich mit den betroffenen Personen, sofern das möglich war, näher auseinandergesetzt, den Kontakt gesucht. Es kamen Themen zum Vorschein, die mir klargemacht haben, warum die eine Person so traurig wirkt, die andere Person so brummig oder wieder jemand anderes schüchtern ist. Ich konnte Verständnis entwickeln und irgendwie anders damit umgehen. Dabei musste ich nicht direkt nachfragen, das wäre auch unangebracht gewesen. Aber bevor man Menschen aus dem Weg geht, weil man sie in eine imaginäre Schublade gesteckt hat, weil sie gefühlt komische Signale senden oder wenig Energie ausstrahlen, hilft es manchmal, auf jemanden zuzugehen. Im Alltag werde ich dafür nicht immer Zeit haben - das ist mir auch klar - aber es war ein kleines Experiment mit großer Wirkung, zumindest für mich. Generell für den Alltag bedeutet das, dass jeder von uns seine Themen im Leben hat, die die Stimmung trüben oder heben können und sowas Menschen (kurzfristig) verändern kann. Alles nichts Neues, aber bewusst erlebt ist es einfach nochmal was anderes.


Deshalb ist es so wichtig auf seine Gefühle zu achten, sie ernst zu nehmen und zu versuchen sie "richtig" zu interpretieren. Es gibt die unterschiedlichsten Wege sich selbst etwas Gutes zu tun, seinen Geist zur Ruhe zur bringen. Dafür braucht es nicht viel, ausser eine kurze Auszeit. Das können ein paar Minuten oder ein paar Tage sein. Ganz egal, wichtig ist, sich die Zeit für sich zu nehmen. Ich habe mir hier ein paar Hilfsmittel überlegt. Vielleicht sind sie ja auch hilfreich für dich?!?


Mein ganz persönliches Lieblingsmittel ist die Meditation. Ein kurzes Innehalten, ganz bei sich zu sein, die Augen schließen und tief in sich hineinhören. Deine Atmung kann dich dabei unterstüzen, z.B. mit dieser kurzen Meditation und dem starken Mantra So'ham - der Klang des natürlichen Atems, eins sein mit deiner Lebensenergie, Prana.

So'ham: Ich bin DAS oder ich bin der ich bin.

Komme in einen aufrechten Meditationssitz. Schließe sanft deine Augen und entspanne Körper und Geist. Beginne nun, deinen Atem zu beobachten, höre deinem Atem bewusst zu. Spüre wie der Atem durch deine Nase ein und aus strömt.

Richte nun deine Aufmerksamkeit auf deinen Bauchraum und lasse den Atemstrom mit dem Einatmen von deinem Bauch aufsteigen bis zum Dritten Auge (Punkt zwischen deinen Augenbrauen). Mit dem Ausatmen steigt der Atem wieder hinab zu deinem Bauch, ziehe am Ende deiner Ausatmung den Bauchnabel sanft in Richtung Wirbelsäule. Wiederhole dies einige Male.

Du wirst feststellen, beim Einatmen entsteht das natürliche Geräusch von so und beim Ausatmen ham. Einatmen so und ausatmen ham, soham.

Wenn du so weit bist, integriere das Mantra So'ham in deinen Atemfluss. Wiederhole in Gedanken mit deinem Einatmen So und mit deinem Ausatmen Ham. Lasse das Mantra mit deinem Atem fließen. Beobachte diesen Fluss vom dritten Auge aus, sei stiller Beobachter.

Lass den Atem dabei so fließen, wie er von selbst fließen will, beeinflusse ihn nicht. Der Atem mag tiefer werden, er mag flacher werden, er mag schneller werden, er mag langsamer werden. Es mögen sich Atempausen einstellen. Beeinflusse nichts, höre nur dem Atem zu.

Dein Geist wird vollkommen ruhig, du spürst, ich bin tiefer Friede. Ich bin reines Bewusstsein. Ich bin der ich bin. Ich bin DAS. Soham.

Manchmal hilft auch ein bewusstes lächeln, denn damit kann Stress oder schlechte Laune einfach weggelächelt werden. Es gibt eine direkte Verbindung zwischen Mimik und Hirnaktivität. Glücksgefühle entstehen nicht nur in unserem Bewusstsein. Sie sind in unseren Muskeln und Hormonen gespeichert. Wenn wir also unsere Gesichtsmuskeln in eine Position bringen, die dem mimischen Ausdruck von Freude entspricht, können wir positive Effekte in unserem Nervensystem hervorrufen. Man sollte natürlich nicht ständig seine Gefühlswelt weglächeln, das ist ungesund und bewirkt auf Dauer das Gegenteil. Aber als kurzfristiges Hilfsmittel, ist es in einem gewissen Rahmen nützlich. Ausprobieren schadet nicht und ein künstliches Lächeln schaut oft sowas von bescheuert aus, dass man gar nicht anders kann, als lachen.


Ehrlicherweise erreicht sowieso nur ein echtes Lächeln unsere Augen.


Was auch immer deine Methode der Wahl ist, wir haben alle mal komische Gefühle und können nicht immer so genau sagen, woher diese kommen. Wir werden sie auch nicht immer in Worte fassen können oder verstehen, aber muss man das zwingend? Komische Tage hat man doch immer und morgen schaut die Welt sicher wieder anders aus. Ich finde es wichtig, das als normal anzunehmen, in unserem Leben zu integrieren und liebevoll zu uns zu sein. Uns zu vertrauen, unseren Gefühlen, unserer Intuition - auch wenn wir nicht immer alles beschreiben können. Und sollte deine Gefühlswelt mal ins Wanken geraten, völlig durcheinander sein, gibt es Wege und Mittel sich zu helfen oder Hilfe anzunehmen.


Mit einer gesunden Portion Humor und der Gewissheit, dass wir Menschen uns Muster angeeignet haben, aufgrund unserer Erfahrungen und nicht weil wir so geboren wurden, geht vieles einfacher. Wir gehen die Dinge ganz anders an und oft gelingt vieles leichter. Eine positive Grundhaltung gegenüber unseren Mitmenschen, Freunden, Bekannten und Unbekannten kann viel zur eigenen Zufriedenheit, für weniger Gefühlschaos und für mehr Gelassenheit sorgen. Das bedeutet harte Arbeit und ist eine Lebensaufgabe.


Ich schicke dir mein breitestes, ernstgemeintes Lächeln und wünsche dir eine wundervolle Woche, mit wundervollen Vibes, tollen Begegnungen, wunderbar menschlichen Gefühlen und ganz viel Sonne im Herzen!



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Hello Moment. Yoga.