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Hello Moment - Neues Jahr, gute Vorsätze & Ziele


Der Januar ist für viele von uns sowas wie ein Neubeginn. Wir haben vielleicht gute Vorsätze für das neue Jahr oder Ziele, an denen wir Menschen gerne arbeiten bzw. weiterarbeiten möchten. Mit den guten Vorsätzen oder selbstgesteckten Zielen ist es leider oft so, dass sie gerne nach spätestens 4 Wochen in den Hintergrund geraten. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben: der Alltag, die Disziplin, unsere Gewohnheiten, das Außen, unser Umfeld, der innere Schweinehund. All das sind bekannte Vorgänge, die in jedem von uns schlummern und uns jeden Tag begegnen. Den inneren Schweinehund zu überwinden und ihn konsequent loszulassen ist ein Prozess, der geübt sein möchte. Dazu benötigen wir jedoch Ziele, für die es sich lohnt Energie zu investieren. Für die es sich lohnt diszipliniert und konsequent an ihnen zu arbeiten und für die es sich lohnt, an sich selbst und seinen Mustern zu arbeiten.

Eine ganz individuelle Sache – unser Verständnis von Sinn, Glück und Erfolg ist so unterschiedlich, wie es unsere Herkunft, unsere Erfahrungen und unsere Ansichten sind. Deshalb sind Ziele für jeden etwas Anderes, aber für uns alle benötigen sie einen Sinn.

Was brauchen wir, um ein Ziel zu erreichen?

In erster Linie würde ich mal behaupten, dass eine gesunde Portion Optimismus noch niemanden geschadet hat. Wenn ich für etwas brenne, dann kann ich auch positiv die Sache angehen und kann vielleicht gelassener das eine oder andere Scheitern verkraften, die Erfahrungen eher als Lernerfolg annehmen, als verbissen zu sein und mir im Weg zu stehen. Sicher funktioniert das nicht immer und sofort, unser eigenes Ego hat da ja ganz viel Wort- und Gefühlsanteil, aber ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wäre ein möglicher Schritt. Wichtig ist, seinem Ziel eine Stimme zu verleihen, es zu formulieren und sich Fragen zu stellen, bspw.: Woran würde ich merken, dass ich mein Ziel erreicht habe? Was wäre anders? Was verändert sich in meinem Leben? Kann ich mir diese Veränderungen vorstellen? Bin ich jetzt bereit dazu?

Ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was alles mit meinem Ziel verbunden ist und was dazu gehört um es zu erreichen, ist keine leichte Aufgabe. Aber es wird dir helfen, deine Schritte zu erkennen und Prioritäten zu setzen.

Disziplin und Beharrlichkeit gehören ebenfalls zu den Erfolgsfaktoren, die dich deinen Zielen näherbringen. Arbeitest du nicht konsequent an deinem Weg und an dir, wirst du dein Ziel wahrscheinlich nicht, oder über viele unnötige Umwege erreichen. Dranbleiben, sich nicht irritieren zu lassen, von außen oder von dir selbst, auch wenn‘s mal wackelig wird, auch wenn du mal Tage hast an denen es nicht so läuft. Du bist schließlich auch nicht geboren worden und konntest direkt laufen oder sprechen.

Es gehört aber auch dazu, sich in Gelassenheit zu üben, loszulassen von Mustern oder Ansichten, die wir uns von klein auf antrainiert haben und die es uns oft schwermachen, unseren Weg zu gehen. Erfahrungen, Ratschläge anzunehmen, aber nicht anzuhaften. Bei sich zu sein und auf sich zu vertrauen.


Puhh, ganz schön viel, nicht wahr?!?

Das Buch von Anna Trökes und Bettina Knothe: Yoga Glück hat mich an ein paar Yogaprinzipien erinnert, die wir eigentlich alle kennen, weil sie nicht nur zu einem yogischen Leben gehören, sondern für uns alle ein guter Wegweiser sind, uns in Veränderung zu üben und uns weiterzuentwickeln, um unser persönliches Glück zu finden und unsere Träume wahrwerden zu lassen. Du hast im Yoga nicht nur die Möglichkeit, dich deinen Wünschen und Zielen zu nähern, sondern du kannst das, was du erreichen möchtest erfahrbar machen, durch Meditation und Körperarbeit. Yoga ist ein Lebensstil, dessen Philosophie vor tausenden von Jahren entstand und im Prinzip den natürlichen Weg des Lebens mit seinen Herausforderungen beschreibt. Egal, ob du dich nun an die Yogasutren setzt oder dir auf deine Weise Gedanken über die Erreichung deiner Ziele machst, du wirst feststellen, dass sich hier vor vielen, vielen Jahren schon mal jemand ganz sinnvolle und hilfreiche Gedanken gemacht hat. Ich persönlich stelle immer wieder fest, dass so vieles YOGA ist und ich sehr dankbar dafür bin, in diese Welt eingetaucht zu sein.

Ich möchte dir heute drei dieser Prinzipien vorstellen:

Sankalpa

Sankalpa steht für deinen inneren Herzenswunsch. Die Kraft deine Ziele und Visionen zu verwirklichen entsteht durch deine Bilder und Visionen die du hast. In der Meditation kannst du du deine inneren Bilder finden und kannst herausfinden, welches Ziel du mit der stärksten Energie verfolgen möchtest. In der tiefen Ruhe und Entspannung, stelle dir folgende Frage:

  • Wonach sehnt sich mein Herz?

Um zu hören, was dein Herz zu sagen hat, braucht es etwas Geduld und Übung. Bleib ganz bei dir ohne eine Antwort erzwingen zu wollen. Manchmal spürst du erst einmal nur, dass sich irgendwas in dir nach Veränderung sehnt. Gehe auf deine ganz persönliche Entdeckungsreise, ich bin mir ziemlich sicher, dass du dein Sankalpa finden wirst.

Abhyasa

Dein erstes Ziel ist erst einmal, dein persönliches Ziel zu entdecken. Und das ist manchmal gar nicht so einfach, seinen Zielen und Herzenswünschen eine Stimme zu verleihen. Ob du dein Ziel bereits gefunden hast oder auf der Suche bist, verfolge deine Aufgabe mit Leidenschaft. Auch wenn du hin wieder dein Ziel aus den Augen verlierst, so erinnere dich stets daran. Abhyasa ist ein zentraler Begriff im Yoga. Es geht um das kontinuierliche Üben und das stetige Wiederaufgreifen seiner Aufgabe, seines Ziels und des Bemühens, das Ziel zu erreichen. Dranbleiben! Dazu gehört es, sich zu fragen, was dich von deinem Ziel abhalten könnte. Wir alle haben Glaubenssätze intus und Muster entwickelt, die uns von unserem Ziel abhalten könnten. Denk an deinen inneren Schweinehund, der manchmal mächtiger sein kann, als man wahrhaben möchte. Überlege dir, wer oder was dich dabei unterstützen könnte, dein Ziel zu erreichen. Beziehe gute Freunde und deine Familie in deine Pläne mit ein, sei offen für Veränderung und Sichtweisen.

Vairagya

Bei aller Zielstrebigkeit benötigt man auch ein Gegengewicht. Vairagya steht für: Gleichmut, Nicht-Anhaften, Loslassen oder ganz einfach Gelassenheit. Vairagya ist ein Zustand jenseits aller Wünsche. Hier geht es darum, alle Anhaftungen im Leben zu hinterfragen (Muster, Meinungen, Besitz, Trends) und dies langsam loszulassen. Denn je weniger man abhängig von etwas oder jemandem ist, umso leichter fällt es, mit Gleichmut den Herausforderungen des Lebens zu begegnen. Man muss sich nicht mehr aufregen, kann sich für jeden, ohne neidisch zu sein, freuen und nähert sich der Wunschlosigkeit. Leidenschaftslosigkeit hört sich oft sehr langweilig an. Gemeint ist damit aber ein Zustand in dem man einfach nur gleichmütig und gelassen ist. Für den Yoga bedeutet das, mit Hingabe zu üben und loszulassen in dem Wissen, dass alles gut wird.

Abhyasa und Vairagya sind wie Dick und Doof. Ohne das eine funktioniert das andere nicht. Diszipliniertes dranbleiben erfordert loszulassen, aber Loslassen muss von Disziplin unterstützt werden. Ein ausgewogenes Maß zwischen beiden zu finden, ist die große Herausforderung.

Eigentlich wie mit allem!

Namasté

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Hello Moment. Yoga.